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Tastatur...

Heute bin ich endlich dazu gekommen, eine neue Tastatur anzuschließen. Für meine alte, war wohl mein Kaffee zu stark :-( Ich habe, wie immer, ganze Arbeit geleistet und den gesamten Kaffee in die Tastatur geschüttet, was ihr wohl nicht so recht schmeckte und sie dazu brachte, den Dienst einzustellen. Gut das ich immer eine Kabellose benutze, so konnte der Kurzschluß wenigstens nicht bis zum Rechner durchschlagen. Nun ja, jetzt geht wieder alles, ohne Tastatur ist doch ziemlich blöd. Ansonsten ist hier alles beim Alten. Viele Grüße an alle Freunde und Besucher, Euer Berni...

Erlebnisse...erzählt von Max

Mir geht es eigentlich ganz gut. Papa und Mama geben sich große Mühe und verwöhnen mich, wo sie können. Das ich nicht mehr sehen kann, ist zwar blöd aber ich kann ganz gut damit leben. Ich schlafe jetzt noch mehr als früher, was soll ich auch sonst machen...Das Schlafen genieße ich so richtig denn wenn ich schlafe, träume ich auch und im Traum kann ich sehen. Das ist wirklich schön, wenn es mich auch immer wieder daran erinnert, was ich früher alles konnte. Manchmal macht mich das auch traurig und ich jammere etwas rum, um mir den Frust von der Seele zu reden. Papa und Mama kommen dann immer gleich um nach mir zu schauen und geben mir dann ein paar Streicheleinheiten. Das ist schön und das sage ich ihnen auch aber sie scheinen nicht alles zu verstehen, deshalb schnurre ich meist nur, damit sie wissen, wie zufrieden ich bin wenn sie mit mir schmusen. Schade, das sie mich nicht so richtig verstehen, sonst könnten sie mir sicher viel besser helfen aber Menschen sind halt keine Götter, wie wir Katzen...So, in der Wohnung riecht es sehr gut, Mama hat wohl gekocht und da fällt meist auch etwas für mich ab. Bis später also, Euer Maxe...

 

 

Kein gutes Jahr...

Das Jahr 2017 war nicht gerade nett zu uns. Erst Peggys Krebsdiagnose, dann mein Crossover - Bypass in der Leiste mit Problemen an der vergrößerten Prostata und während ich im Krankenhaus lag, verstarb dann Peggys Mutter. Ich konnte mich nicht mal von ihr verabschieden. Als es mit uns dann bergauf zu gehen schien, erblindete Max von einen Tag zum Anderen. Der kleine Kerl ist aber wie Peggy, sehr stark und führt ein fast normales Leben. Ich dagegen habe zu nichts mehr so richtig Lust. Zum Jahresbeginn kann ich bei 1&1 kündigen und wollte eigentlich wieder zur Telekom wechseln weil sich da ja einiges getan hat. So wie es aussieht, werde ich wohl zum Jahresbeginn kündigen aber keinen Wechsel zur Telekom ausführen, sondern die Homepage einstellen. Ich habe alles erreicht, was man mit einer privaten Baukastenseite erreichen kann. Ich werde gut gefunden, habe ausreichend Besucher, was zu vielen Werbeanfragen führte, die ich aber immer alle ablehnte. Ich hätte meine Homepage zwar bequem darüber finanzieren können, hätte mich aber doch in einer Weise abhängig gemacht und das wollte ich nicht. Die Homepage war und ist mein Hobby und so sollte es bleiben. Peggy ist heute zur letzten Chemo und anfang Dezember kommt dann die OP. Ich hoffe, dass alles Gut verläuft und da wir hier ja nicht mehr gebraucht werden, spielen wir mit dem Gedanken, wieder nach Niedersachsen oder sogar nach Berlin zu ziehen. So, erstmal genug gejammert. Ich wünsche allen Freunden und Besuchern noch einen schönen Tag, Euer Berni...

Geht so...

In der letzten Zeit, ging es mir nicht so gut. Das naßkalte Wetter macht mir doch ganz schön zu schaffen. Dazu kommt natürlich die Sorge um Peggy, die jetzt doch von Nebenwirkungen der Chemo betroffen ist. Es hält sich zum Glück in Grenzen und die Erkenntnis, dass der Tumor kaum noch sichtbar ist, macht natürlich Mut. Der Tumor ist durch die Chemo dermaßen geschrumpft, dass er kaum noch Kontrastmittel aufnehmen kann und so kaum darstellbar ist. Maxes Schicksal läßt mich natürlich auch nicht kalt. Er kommt aber wirklich recht gut mit seiner Blindheit zurecht. Wir reden jetzt mehr mit ihm, damit er sich nicht erschrickt wenn wir ihn anfassen, seine Medikamente nimmt er auch sehr brav und die Wohnung kennt er wirklich aus dem FF. Schon erstaunlich was er ohne zu sehen noch so vollbringt. So, das Wetter ist ganz gut und ich werde mal eine Runde gehen. Allen Freunden und Besuchern noch ein schönes Wochenende, Euer Berni...

Erlebnisse...erzählt von Max

Ich bin ganz schön sauer, am Montag hat Papa mich wieder geschnappt und in die olle Kiste gesperrt. Natürlich habe ich versucht, mich dagegen zu wehren aber Papa ist einfach stärker und da ich nichts sehe, ist er auch noch schneller, trotz seines Rückens. Na wenigstens habe ich ihm die ganze Fahrt über erzählt, was ich davon halte. Diesmal brauchten wir nicht lange zu warten denn Papa hatte einen Termin und wir kamen recht flott in das Behandlungszimmer. Dort kam dann bald eine junge Dame, die Papa und Mama begrüßte und ihnen erklärte, dass sie mich gerne mitnehmen würde, um schon mal Blut abzunehmen und zu untersuchen. Das würde die Wartezeit verkürzen denn Frau Doktor hätte noch etwas zu tun.  Ich, mit einer Fremden mitgehen? Niemals!!! Was sollte ich aber machen, ich saß ja in der doofen Kiste und sie nahm das Ding einfach mit. Draußen stellte sie mich auf einen Tisch, machte die Kiste auf...und genauso schnell wieder zu. Nicht mit mir meine Dame, ich fauchte und knurrte, so laut ich konnte und das jagte ihr wohl einen gehörigen Schrecken ein. Gut so... aber statt mich zurück zu bringen, rief sie noch ein paar Damen zur Hilfe und so sehr ich mich auch wehrte, gegen zuletzt vier weiße Damen von denen zwei auch noch dicke Lederhandschuhe trugen, hatte ich keine Chance. Warum kann ich auch nichts mehr sehen, dass hätte die Situation bestimmt zu meinem Gunsten verändert aber so...naja, sie schafften es, mir mein Blut abzunehmen und die junge Frau brachte mich zu Papa und Mama zurück. Papa machte die olle Kiste dann gleich wieder auf und streichelte mich. Das kann er einfach, ich habe das auch genossen und beruhigte mich sehr schnell, was ich auch durch lautes Schnurren mitteilte. Dann ging die Tür auf und Frau Doktor kam rein...mit der jungen Dame im Schlepptau, die schon wieder diese riesigen Handschuhe in den Händen hielt. Feigling! Frau Doktor sprach dann mit Papa und sagte ihm, dass ich davor wohl etwas ungehalten war....tztztz... "etwas ungehalten"...stinksauer war ich! Papa nahm mich in Schutz und erklärte, dass es eben ein Fehler war, mich mit raus zu nehmen, wäre er dabei gewesen, wäre es anders gelaufen...recht hat er...Sie würde gerne meinen Blutdruck messen und ob wir das denn zu dritt schaffen würden oder ob sie noch Hilfe holen soll. Papa beruhigte sie, nahm mich aus der Kiste, streichelte mich und sagte ihr, sie soll mal anfangen, er glaubt nicht, dass ich mich schlecht benehme wenn er dabei ist und das Fräulein mit den Handschuhen brauchten wir auch nicht. So kam es dann auch, sie legte mir die Manschette um und maß meinen Blutdruck, mehrere male, um einen Mittelwert zu haben. Mit dem war sie auch sehr zufrieden und ich benahm mich auch sehr artig. Die Blutwerte waren bis auf die Nierenwerte, ganz in Ordnung. Sie verschrieb mir noch ein anderes Mittel, was ich in mein Futter bekomme und das nach absolut nichts schmeckt. Die Blutdrucksenker bekomme ich weiter aber die bekomme ich jeden Morgen mit Thunfisch, damit kann man mir alles geben. Auf der Fahrt nach Hause habe ich mich dann noch mal richtig beschwert und als wir da waren, ging ich beleidigt in meine Höhle und lies mich den ganzen Tag nicht mehr sehen. Abends bin ich dann aber doch zu Papa ins Bett...er krault einfach zu gut, dass möchte ich nicht missen. Wie ich mitbekommen habe, sollen wir in vier Wochen wieder dahin, vielleicht mache ich dann ja weniger Ärger aber ich weiß noch nicht... ;-) Max

 

Maxe...

Wir haben uns jetzt damit abgefunden, dass Max blind ist. Ändern können wir eh nichts daran, auch wenn wir natürlich hofften, dass sich das wieder bessert. Solche Fälle hat es auch schon gegeben. Durch die Blutdrucksenker hat sich da der Augendruck wieder normalisiert und ein Sehen war wieder möglich. Maxe macht sich darüber aber keine Gedanken. Er ist wieder wie früher und wer nicht weiss, dass er blind ist, würde es kaum bemerken. Er bewegt sich völlig sicher durch die Wohnung, springt auf seine Lieblingsplätze und auch wieder runter. Manchmal schaut er uns an als würde er uns sehen, er folgt uns sogar mit dem Kopf aber es sieht halt nur danach aus, sehen kann er nichts. Keine Ahnung wie er das macht. Wenn ich auf einmal nichts mehr sehen könnte, wäre ich am Boden zerstört, er tut so als wäre alles in Ordnung und gibt sogar seinen Spielsachen eine mit, wenn er mal drüber stolpert. Er ist wirklich ein kleiner Held, der noch dazu sehr verschmust ist. Ich liebe meinen kleinen Kumpel, ob er mich nun sehen kann oder nicht. Ich wünsche allen Freunden und Besuchern noch einen schönen Tag, Euer Berni...

Erlebnisse...erzählt von Max

Um mich rum ist seit Samstag nur noch Nacht und ich sehe gar nichts mehr. Das ist natürlich nicht so schön aber ich bin ja ein Kater und komme ganz gut damit zurecht. Ich habe ja Schnurrhaare, eine gute Nase und ein sehr feines Gehör. Da dazu noch ein sehr gutes Gedächnis kommt, kenne ich die Wohnung auch ohne sie zu sehen. Meine "Untertanen" haben das auch nur dadurch erkannt, dass ich die Leckerlies schon direkt vor der Nase haben mußte um sie zu erkennen. Schmerzen habe ich nicht und mein Appetit und der Durst, sind genauso wie vorher und ich muß sagen, wenn ich auch nicht sehe was ich esse, so schmeckt mir alles was Papa und Mama mir so geben, einfach wunderbar. Seit dem sie wissen, dass ich nichts mehr sehe, verwöhnen sie mich mit besonders guten Sachen. Alles hat eben auch eine gute Seite... Papa war trotzdem der Meinung, dass ich einen Doktor brauche. Ich war da zwar anderer Meinung aber da ich nicht sehen konnte, wie Papa den Transportkorb vom Schrank holte und er mich einfach griff und darin verstaute, musste ich mich damit abfinden. Es half auch nichts, dass ich lauthals meine Unmut kundtat, wir fuhren zu Tierklinik. Dort mussten wir ersteinmal gefühlte Ewigkeiten warten denn wir hatten ja keinen Termin, sondern wurden zwischengeschoben. Dann kamen wir endlich dran und die Frau Doktor kam ins Behandlungszimmer. Mist, die kannte ich schon und eine angenehme Bekanntschaft war das nicht gerade. Ich verlor damals zwei Zähne, kam an so einen Tropf und musste sogar über Nacht dort bleiben. Ich fauchte sie erstmal kräftig an, um ihr gleich zu sagen, "hierbleiben tue ich auf gar keinen Fall und bleib weg von meinen Zähnen". Sie war auch ziemlich erschrocken und fragte Papa, ob sie mich denn anfassen könne oder ob sie noch Hilfe benötigte. Er beruhigte sie aber und sagte, solange er bei ist und mich vorne mit Kraulen ablenkt, geht das schon. Vertrauen hat er ja...naja, ich tat ihm den Gefallen und benahm mich anständig. Es war auch nicht weiter Schlimm, sie hat meinen Blutdruck gemessen und etwas Blut für ein Blutbild und einen Test der Schilddrüsenfunktion abgenommen. Danach hiess es wieder "warten". Dann war das Ergebnis da und Frau Doktor sprach mit Papa und Mama. Ich habe das nicht verstanden aber es ging auf jeden Fall auch ums Essen...also nichts Schlechtes, dachte ich wenigstens. Zuhause angekommen hat Papa dann auch gleich wieder Leckerlies ausgepackt und sie mir gegeben. "Pfui deibel", na das war ja ein Zeug, da hat Papa sich aber beschummeln lassen, ich habe es natürlich gleich wieder ausgespuckt. Papa hat mir daraufhin einiges erzählt, ich habe nicht alles verstanden aber es kam sowas wie "...hab Dich nicht so, Medizin ist zwar bitter aber besser als Kranksein. Ich nehme ja auch welche und die schmecken mir auch nicht" und so`n Zeug. Dann gab er mir Leberwurst aus so einer Tube, man das schmeckt vielleicht toll kann ich Euch sagen. Nach einer kleinen Probe, hat er mir dann noch mehr in meine Schüssel getan, hab ich natürlich gleich alles weggeschlabbert...einen leichten bitteren Nachgeschmack hatte es zwar, war aber trotzdem hervorragend. Scheint Papa auch zu finden, jedenfalls strahlte er übers ganze Gesicht, er wird doch wohl nicht??? Klar, ich Dummerle hab mit der Leberwurst natürlich auch die Medizin geschluckt...Naja, rafiniert ist mein Papa schon, das hat er sich wohl bei mir abgeschaut...Von heute an, nehme ich genau wie mein Papa, jeden Morgen brav meine Blutdrucktabletten und dazu einen Cocktail für die Nieren, der schmeckt übrigens gar nicht schlecht und solange Papa mir die Tabletten mit der Leberwurst serviert, soll es mir recht sein. So, ich muß mal zur Toilette, die finde ich natürlich auch noch ohne hinzusehen...wär ja noch schöner...

Bis bald, Euer Max... Max