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Allein allein...

Seit heute bin ich ganz allein zu Hause. Peggy ist heute ins Krankenhaus gegangen und Morgen wird sie operiert. Ich hoffe es geht alles Gut und sie ist nächste Woche wieder bei mir. So ganz alleine in der Wohnung, fühle ich mich doch ein bißchen sehr einsam.

Allen Freunden und Besuchern noch einen schönen Abend, Euer Berni...

er fehlt...

Zehn Tage ohne meinen kleinen Freund und er fehlt noch immer. Das wird wohl auch immer der Fall sein. Es ist schon eigenartig, wie sehr man sich an so einen kleinen Kerl und seinen Marotten gewöhnen kann. Wenn ich Nachts ein Geräusch höre, rutsche ich sofort zur Seite um ihm Platz zu machen und wenn ich auf den Balkon gehe, warte ich immer, dass er auch kommt. Er war zwar Nichtraucher aber begleitete mich immer auf den Balkon. Ich rauchte und er saß neben mir. Er war nun mal ein Teil der Familie und so werde ich ihn auch immer in meinen Gedanken haben. Die Erinnerungen werden nicht weniger aber zum Glück ertragbarer und das ist Gut so...

Allen Freunden und Besuchern wünsche ich ein schönes Wochenende, Euer Berni...

Gedanken zu Max...

Hallo mein kleiner dicker Kumpel. Ich weiß dass Du nicht lesen kannst und gebe zu, dass dieses Schreiben ein wenig egoistisch ist denn es dient mir dazu, mit Deinem Tod klar zu kommen. Wir haben Dich wieder einfach gepackt und in die, von Dir so gehaßte, Transportbox gelegt. Du kannst mir glauben, das ist auch uns nicht leicht gefallen, zumal wir wußten, dass das vielleicht das letzte mal sein wird. Was sollten wir machen, Du sahst schlimm aus, abgemagert bis auf die Knochen, zitternd in einer Ecke kauernd, neben Deinem größten Feind, dem Staubsauger. Das sagt doch schon Alles, auch wenn Du es nicht zeigen wolltest, Dir ging es einfach sehr schlecht.
Die letzten Tage waren weder für Dich noch für uns sehr angenehm. Kein Max, der erwartungsvoll vorm Tisch saß wenn es Essen gab, kein Max, der zu mir auf die Couch sprang und mich einfach beiseite schob, bis wir Beide eng, unbequem aber glücklich nebeneinander lagen. Kein Max, der zu mir ins Bett kam und mich mit seiner Pfote zum Kraulen aufforderte und kein Max, der mit mir kuschelte und wunderbar schnurrte weil er merkte, dass es auch mir nicht immer gut ging. Einfach ein guter Kumpel, der mir Trost spendete...
Alles das, gab es nicht mehr und so war Dein Protest, während der Fahrt zur Klinik, auch nur recht zaghaft, selbst dazu fehlte Dir die Kraft. Frau Doktor war entsetzt über Dein Aussehen, sie kannte Dich ja und selbst als Du erblindest warst, fand sie Dein Auftreten bewunderungswert. Jetzt kauerte da ein armes, offentsichtlich krankes häufchen Elend vor ihr und ihr Gesicht während der Untersuchung lies nichts Gutes ahnen.
Deine Nieren funktionierten kaum noch, das ging unter Anderem auch auf Dein Herz, dazu die alte kaputte Wirbelsäule und der Frust über die Blindheit taten ihr Übriges. Da Du ja ein Halbwilder warst, benimmst Du Dich auch so. Du merkst, es geht zu Ende und suchst deshalb Ecken auf, in denen Du alleinsein kannst. Selbst das Streicheln bereitet Dir Schmerzen, deshalb gehst Du dem auch aus dem Weg, obwohl Du es früher geliebt hast. Sie sagte, dass sie Dir die restliche kurze Zeit gerne so angenehm wie möglich machen würde aber das kann sie nicht. Du verweigerst die Nahrung und hast kaum noch Reserven und Lebenswillen. Schmerzmittel würden durch die kaputten Nieren nicht richtig wirken und jede Bewegung wird zur Qual...es wäre aus ihrer Sicht, das Beste, Dich zu "erlösen".
Da war das böse Wort, ist es wirklich eine Erlösung oder einfach nur ein Auftragsmord?
Mir liefen die Tränen während sie weiter redete und mir versicherte, das Du Dich nur noch quälst und ich kein schlechtes Gewissen haben brauche. Sie hat leicht Reden, Du bist ja mein kleiner Kumpel und nicht ihrer, ich muß jetzt über Dein Leben oder Tod entscheiden und das mit mir ausmachen. Ein klägliches Jammern von Dir, gab den Ausschlag...und ich schwöre, es klang wie "sag ja".
Sie holte, was sie brauchte und ich nahm Dich in den Arm, streichelte Dich am Kopf...und kam mir furchtbar verlogen vor. Während Du Dich voller Vertrauen an mich anschmiegst und Dich streicheln läßt, sehe ich dabei zu, wie Dir die Spritze zum Einschlafen gesetzt wird. Bitte glaube mir, ich wollte nur Dein Bestes und Dir den Abschied so angenehm wie möglich machen. Du hast den Piekser auch gar nicht gemerkt, hast den Kopf in meinen Arm gelegt und bist ruhig eingeschlafen. Erst als Du wirklich im Land der Träume warst, gab Frau Doktor Dir die zweite Spritze und es war schnell zu Ende. Ich bin mir sicher, Du hast dabei keine Schmerzen empfunden. Ich wollte erst gar nicht dabei sein, weil ich das nicht sehen wollte aber obwohl ich jetzt heulte wie ein Schloßhund, war ich froh, gesehen zu haben, dass es wirklich keine Tortur für Dich war. Ich habe Dich noch einige Male geküßt und gestreichelt, genau wie Mama aber davon hast Du schon nichts mehr gemerkt.
Ich bin nicht sehr gläubig aber ich wünsche mir, dass es die Regenbogenbrücke wirklich gibt. Dann sehen wir uns ganz bestimmt wieder...Du fehlst sehr... Papa und Mama


Regenbogenbrücke (Verfasser unbekannt)

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.

Auf einer Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünem Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es stets fressen und zu trinken und es ist immer warmes, schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere werden im Land hinter der Regenbogenbrücke wieder jung und gesund und spielen den ganzen Tag zusammen. Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden und es gibt nur eine Kleinigkeit, die sie vermissen. Sie alle sind nicht mit dem Menschen zusammen, den sie so sehr geliebt haben.

So laufen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich nach vorne und die Augen werden ganz gross! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus, fliegt über das grüne Gras. Wird schneller und schneller. Es hat Dich gesehen und wenn Du und Dein Liebling sich treffen, nimmst du ihn in Deine Arme und hälst ihn so fest Du kannst. Dein Gesicht wird geküsst und abgeschleckt, wieder und wieder und endlich schaust Du nach langer Zeit in die Augen deines geliebten Tieres, das lange aus Deinem Leben verschwunden war....aber nie aus Deinem Herzen. Dann überschreitet ihr gemeinsam das letzte Stück der Brücke des Regenbogens und ihr werdet nie wieder getrennt sein...... nie wieder.

Max...

Max ging es zusehends schlechter und darum haben wir uns entschlossen, ihn von seinen Leiden zu erlösen. Dieser Entschluß ist uns nicht leicht gefallen aber noch schwerer war es, ihn zitternd in den unmöglichsten Ecken zu sehen. Er hatte offensichtlich große Schmerzen und war nur noch Haut und Knochen. Das wollten wir meinem kleinen, ehemals so stolz auftretenden, Kumpel dann nicht weiter antun. Er wird in unseren Herzen weiterleben, lebe wohl mein kleiner Kumpel, irgendwann und irgendwo, werden wir uns sicher wiedersehen.

Max...

Max geht es sehr schlecht. Er verkriecht sich in die unmöglichsten Ecken und hat rapide abgenommen. Er sitzt dann völlig teilnahmslos da und zittert am ganzen Körper. Kam er Anfangs recht gut mit seiner Blindheit klar, so kann er jetzt nicht mal mehr richtig laufen. Die Nieren und sein Rücken scheinen ihm große Probleme zu machen. Nachts verkriecht er sich bei mir unter der Decke. Das mag er eigentlich gar nicht und tat das nur wenn er Schmerzen hatte, zum Beispiel nach der Kastration. Er liegt dann nur einfach neben mir und möchte auch nicht gestreichelt werden. Er ist einfach nur noch ein Schatten seiner selbst. Morgen fahren wir in die Tierklinik und ich hoffe, man kann ihm dort helfen, obwohl uns die Ärztin nicht viel Hoffnung macht. Ein Leben ohne unseren kleinen Kumpel wäre für uns schwer und grausam...ich mag gar nicht daran denken...

Allen Freunden und Besuchern noch einen schönen Tag und drückt die Daumen für unseren kleinen Dicken... Euer Berni...Bern Gollin

Tastatur...

Heute bin ich endlich dazu gekommen, eine neue Tastatur anzuschließen. Für meine alte, war wohl mein Kaffee zu stark :-( Ich habe, wie immer, ganze Arbeit geleistet und den gesamten Kaffee in die Tastatur geschüttet, was ihr wohl nicht so recht schmeckte und sie dazu brachte, den Dienst einzustellen. Gut das ich immer eine Kabellose benutze, so konnte der Kurzschluß wenigstens nicht bis zum Rechner durchschlagen. Nun ja, jetzt geht wieder alles, ohne Tastatur ist doch ziemlich blöd. Ansonsten ist hier alles beim Alten. Viele Grüße an alle Freunde und Besucher, Euer Berni...

Erlebnisse...erzählt von Max

Mir geht es eigentlich ganz gut. Papa und Mama geben sich große Mühe und verwöhnen mich, wo sie können. Das ich nicht mehr sehen kann, ist zwar blöd aber ich kann ganz gut damit leben. Ich schlafe jetzt noch mehr als früher, was soll ich auch sonst machen...Das Schlafen genieße ich so richtig denn wenn ich schlafe, träume ich auch und im Traum kann ich sehen. Das ist wirklich schön, wenn es mich auch immer wieder daran erinnert, was ich früher alles konnte. Manchmal macht mich das auch traurig und ich jammere etwas rum, um mir den Frust von der Seele zu reden. Papa und Mama kommen dann immer gleich um nach mir zu schauen und geben mir dann ein paar Streicheleinheiten. Das ist schön und das sage ich ihnen auch aber sie scheinen nicht alles zu verstehen, deshalb schnurre ich meist nur, damit sie wissen, wie zufrieden ich bin wenn sie mit mir schmusen. Schade, das sie mich nicht so richtig verstehen, sonst könnten sie mir sicher viel besser helfen aber Menschen sind halt keine Götter, wie wir Katzen...So, in der Wohnung riecht es sehr gut, Mama hat wohl gekocht und da fällt meist auch etwas für mich ab. Bis später also, Euer Maxe...